✧✧✧ Michelangelo Buonarroti ✧✧✧
Bedeutendster Künstler der italienischen Renaissance
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Der Petersdom, auch Sankt Peter genannt, gehört zu den bekanntesten und berühmtesten Kirchen der Welt und ist das Wahrzeichen des Vatikan. An ihrem Standort stand lange Zeit der Vorgängerbau Alt-St. Peter, der von Konstantin dem Großen um 324 n. Chr. auf dem angeblichen Grab des Apostel Petrus erbaut wurde. Nach etlichen Renovierungsmassnahmen wurde die alte Kirche spätestens ab dem 15. Jahrhundert zu klein und sollte erweitert werden. Schließlich war es Papst Julius II. (1503 - 1513), der entschied den mittlerweile baufälligen Altbau durch eine prächtigere und größere Kirche zu ersetzen.

Der PetersdomDie Bauarbeiten für den neuen Petersdom begannen mit der Grundsteinlegung am 18. April 1506. Die ersten Pläne für den Neubau stammen von Donato Bramante, der jedoch bereits 1514 verstarb, als der Bau noch ganz am Anfang stand. Sein Nachfolger Raffael, der bis zu seinem frühen Tod 1520 die Bauleitung inne hatte, konnte wenigstens mit dem Unterbau beginnen.
Als nächstes übernahm Antonio da Sangallo der Jüngere, der zuvor schon als zweiter Architekt am Petersdom mitgewirkt hatte. Dennoch kamen die Bauarbeiten weiterhin nur sehr langsam und schleppend voran. Dies sollte sich auch nicht ändern als nach Sangallos Tod (1547) Michelangelo die Bauleitung übernahm. Dennoch hatte dieser großen Einfluss auf die Gestaltung, da ihm deutliche Sonderrechte eingeräumt wurden. Auf Michelangelo geht z.B. die berühmte Rippenkuppel des Bauwerks zurück, zu der er ein Holzmodell anfertigte.

1564 verstarb Michelangelo und konnte, wie seine zahlreichen Vorgänger, die Fertigstellung des Bauwerkes nicht mehr erleben. Die weiteren Nachfolger (Pirro Ligorio, Giacomo Barozzi da Vignola und Giacomo della Porta) folgten Michelangelos Plänen weitgehend, so das die Hauptkuppel im Jahre 1591 abgeschlossen werde konnte.
Fertiggestellt war der neue Petersdom auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 1605 wurde entschieden auch das Langhaus von Alt St. Peter abzureißen und durch ein neues zu ersetzen. Zuvor dachte man zeitweise über eine Integration in den Neubau nach. Schließlich war es Carlo Maderno, Chefarchitekt des Doms ab 1603, der das neue Langhaus realisierte.

Am 18. November 1626 war es endlich soweit: Nach weit über 100 Jahren Bauzeit wurde der neue Petersdom feierlich durch Papst Urban VIII. eingeweiht. Danach sollten zwar noch die Glockentürme vollendet werden, dieses Vorhaben machte man jedoch wieder rückgängig, nachdem sich zeigte, dass diese zu schwer für das Fundament waren.
In den Jahren 1656 bis 1667 wurde vor dem Bauwerk noch der von Kolonnaden umgebene Petersplatz angelegt, der gerade bei Papstaudienzen prall gefüllt ist.

Der neue Petersdom war und ist ein Bauwerk von wirklich imposanten Ausmaßen: Der 132,5 m hohe und 211,5 m lange Bau hat eine Innenfläche von etwa 1,5 ha und soll bis zu 60.000 Menschen Platz bieten. Insgesamt gibt es im Innenraum 45 Altäre, 800 Säulen und 390 Statuen. Zahlreiche Kunstwerke, wie Michelangelos Römische Pietà, dekorieren das Objekt. Das Dach wird neben der berühmten Hauptkuppel noch von acht kleineren Nebenkuppeln geziert. Nach den meisten Betrachtungsweisen ist der Petersdom bis heute die größte Kirche der Welt.

Zu Erwähnen sei noch, dass zur Finanzierung des Petersdom ein starker Ablasshandel betrieben wurde, der wiederum dazu führte, dass Martin Luther seinen berühmten Brief mit den 95 Thesen aufsetzte. Somit hat der Bau des Petersdom stark zur 
Reformation beigetragen und schließlich dazu geführt, dass sich die Kirche in Protestanten und Katholiken spaltete.


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"Es bemalte Michelangelo sixtinisch die Kappelle im Dienst der Kirchenfürsten und bekam so manche Schelle" (EAV - Nie wieder Kunst)