✧✧✧ Michelangelo Buonarroti ✧✧✧
Bedeutendster Künstler der italienischen Renaissance
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Nachdem Michelangelo 1508 zum dritten Mal in Rom ankam, erwartete ihn eine neue Aufgabe. Die Fertigstellung des 1506 begonnen Julius Grabmals stellte der Papst vorerst hinten an. Stattdessen wurde Michelangelo damit betraut in der Sixtinischen Kapelle mehrere Malereien vorzunehmen, obwohl er immer wieder betont hatte, dass Malerei nicht sein Geschäft sei. Er hatte wohl selbst Bedenken einer großen Freskomalerei nicht gewachsen zu sein und ging, zum Glück für die Nachwelt, den Auftrag trotz großen Skepsis an.

Fresko der Sixtinischen KapelleDer Plan von Papst Julius II. sah als Dekoration lediglich die zwölf Aposteln vor, womit Michelangelo vorerst auch begann. Schließlich war ihm dies aber zu dürftig und er schlug stattdessen vor, die gesamte Geschichte von der Schöpfung bis zur Sintflut mit zahlreichen Figuren und einem ausgefeilten Rahmenwerk darzustellen. Der Papst, der von Michelangelos können längst überzeugt war, ließ dem Künstler schließlich freie Hand.

Da sich alle Assistenzmaler als unbrauchbar herausstellten arbeitete Michelangelo in den folgenden viereinhalb Jahren alleine an dem großen Werk. Das Malen über Kopf an der riesigen Deckenfläche war zweifelsohne extrem anstrengend, hinzu kamen erneut Zahlungsverzögerungen und Zweifel seiner Gegner, die lieber den Maler Raffael für die Aufgabe gesehen hätten. Zwischen September 1510 und Januar 1511 mussten die Arbeiten sogar unterbrochen werden, da erst dringend benötigte Gelder beschafft werden mussten.
Trotz aller Widrigkeiten war es am 31. Oktober 1512 endlich soweit: Die Sixtinische Kapelle eröffnete ihre Pforten und das gigantische und noch nie dagewesene Meisterwerk wurde enthüllt. Michelangelo war auf dem Höhepunkt seines Schaffens angelangt.

Anschließend konnte sich Michelangelo seinem alten Projekt wieder zuwenden: Das bereits begonnen Monument für das Juliusgrab. Als Papst Julius II. jedoch am 21. Februar 1513 verstarb, mussten die Arbeiten erneut unterbrochen werden um mit den Erben einen neuen Vertrag auszuhandeln. Dieser verlegte das Monument, das ursprünglich freistehend und viereckig werden sollte, an die Wand  und verkleinerte die Anzahl der Figuren von 40 auf 16. Dennoch war auch der neue Plan noch äußerst prachtvoll und monumental.
Die nächsten drei Jahre verbrachte Michelangelo in Rom damit das Juliusgrabmal voranzubringen, bis dahin waren jedoch erst drei der versprochenen Figuren wirklich vollendet. Dann, 1516, rief erneut seine Heimatstadt Florenz, in der die Medici, zu denen auch der neue Papst Leo X. gehörte, ihren Einfluss wiederhergestellt hatten.


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"Es bemalte Michelangelo sixtinisch die Kappelle im Dienst der Kirchenfürsten und bekam so manche Schelle" (EAV - Nie wieder Kunst)