✧✧✧ Michelangelo Buonarroti ✧✧✧
Bedeutendster Künstler der italienischen Renaissance
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Die Sixtinische Kapelle ist vor allem für ihre zahlreichen Fresken (Wand- und Deckengemälde) weltberühmt. Neben den beiden Werken des Michelangelo (Das Jüngste Gericht an der Frontwand und die Deckenbilder mit Szenen aus der Genesis) sind an den anderen Wänden weitere Werke von verschiedenen Renaissancekünstlern zu bestaunen.
So sieht man an der Nord- und Eingangswand verschiedene Stationen aus dem Leben Jesu, bestehend aus nur mehr sieben Bildern von der Taufe bis zur Auferstehung. Das ehemals erste Bild dieser Reihe, mit der Geburt Christi, musste Michelangelos Meisterwerk "Das Jüngste Gericht" weichen. Genauso ging es auch einem an der Frontwand untergebrachten Werk zur Geschichte Mose, welches die Auffindung des Jungen zeigte. Fortgesetzt wird diese Geschichte an der Süd- und an der Eingangswand mit ebenfalls sieben Bildern von der Wanderung nach Ägypten bis zum Streit um Moses Leichnam. Beteiligt an den zahlreichen Wandgemälden waren Luca Signorelli, Sandro Botticelli, Biagio d'Antonio, Pietro Perugino, Cosimo Rosselli und Domenico Ghirlandaio.

DeckengemäldeDas wohl bekannteste Fresko der Sixtinischen Kapelle stellt aber ohne Zweifel Michelangelos berühmtes Deckengemälde dar, an dem er zwischen 1508 und 1512 arbeitete (siehe hierzu Aufträge in Rom).
Es erstreckt sich über 520 m² und zeigt mit 115 Figuren verschiedene Geschichten aus dem ersten Buch Mose. Die neun zentralen Bildfelder zeigen dabei je drei Bilder zu den Themen Schöpfungsgeschichte, Noah, sowie Adam und Eva. Gerade die Erschaffung Adams, bei der Gott mit ausgestrecktem Zeigefinger Adam zum Leben erweckt, gilt als bekanntester Ausschnitt des Gesamtwerkes.

Neben den zentralen Hauptbildern gibt es noch zahlreiche benachbarte Darstellungen, welche neben biblischen Propheten, wie Jesaja oder Daniel, auch sogenannte Sibyllen aus der antiken Mythologie zeigen. Die vier Eckzwickel enthalten größere Darstellungen von bekannten Ereignissen des alten Testaments wie z.B. David gegen Goliath. Hinzu kommen noch vierzehn halbkreisförmige Bilder (Lünetten) in denen die Vorfahren Jesu, so wie sie Matthäus aufgezählt hatte, dargestellt werden.

Als letztes stellt auch Michelangelos Altargemälde "Das Jüngste Gericht" ein großartiges Hauptwerk der Sixtinischen Kapelle dar. Es zählt zu einem der Spätwerke Michelangelos und wurde erste über 20 Jahre nach dem Deckenbild in den Jahren 1536 bis 1541 geschaffen (siehe hierzu Im Papstdienst). Obwohl es mit 200 m² deutlich kleiner als das Deckenfresko ist, enthält es etwa 390 verschiedene Figuren. Michelangelo porträtierte sich auf diesem Werk sogar selbst und zeigt sein Konterfei auf der abgezogenen Haut die der Märtyrer Bartholomäus hält.
Das Zetrum des Bildes ist mit dem Weltrichter besetzt, der die Verdammten von den Guten trennt. Weitere Bildteile zeigen u.a. Johannes den Täufer und zahlreiche Attribute Christis wie das Kreuz oder die Dornenkrone. Laut Pavel Florenskij, einem russischen Kunstwissenschaftler, zeigt das Gemälde eine besondere Raumordnung, die sogenannte umgekehrte Perspektive, da die Figuren bei zunehmender Höhe an Größe gewinnen, also mit wachsender Entfernung vom Betrachter.

Übersicht Freskos Sixtinische Kapelle

Decke
Deckengemälde mit Szenen aus der Genesis (Michelangelo)
Südwand
Sechs Bildfelder zu Geschichten aus dem Leben Moses
Nordwand
Sechs Bildfelder zu Geschichten aus dem Leben Christi
Eingangswand
Je ein Bildfeld zu Moses und Christi
Front-/Altarwand
Das Jüngste Gericht (Michelangelo)


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"Es bemalte Michelangelo sixtinisch die Kappelle im Dienst der Kirchenfürsten und bekam so manche Schelle" (EAV - Nie wieder Kunst)